BWV 181   Leichtgesinnte Flattergeister
1. Aria B
Flauto traverso, Oboe, Violino I/II, Viola, Continuo
  Leichtgesinnte Flattergeister
Rauben sich des Wortes Kraft.
Belial mit seinen Kindern
Suchet ohnedem zu hindern,
Dass es keinen Nutzen schafft.
2. Recitativo A
Continuo
  O unglückselger Stand verkehrter Seelen,
So gleichsam an dem Wege sind;
Und wer will doch des Satans List erzählen,
Wenn er das Wort dem Herzen raubt,
Das, am Verstande blind,
Den Schaden nicht versteht noch glaubt.
Es werden Felsenherzen,
So boshaft widerstehn,
Ihr eigen Heil verscherzen
Und einst zugrunde gehn.
Es wirkt ja Christi letztes Wort,
Dass Felsen selbst zerspringen;
Des Engels Hand bewegt des Grabes Stein,
Ja, Mosis Stab kann dort
Aus einem Berge Wasser bringen.
Willst du, o Herz, noch härter sein?
3. Aria T
Continuo
  Der schädlichen Dornen unendliche Zahl,
Die Sorgen der Wollust, die Schätze zu mehren,
Die werden das Feuer der höllischen Qual
In Ewigkeit nähren.
4. Recitativo S
Continuo
  Von diesen wird die Kraft erstickt,
Der edle Same liegt vergebens,
Wer sich nicht recht im Geiste schickt,
Sein Herz beizeiten
Zum guten Lande zu bereiten,
Dass unser Herz die Süßigkeiten schmecket,
So uns dies Wort entdecket,
Die Kräfte dieses und des künftgen Lebens.
5. Coro
Tromba, Flauto traverso, Oboe, Violino I/II, Viola, Continuo
  Lass, Höchster, uns zu allen Zeiten
Des Herzens Trost, dein heilig Wort.
    Du kannst nach deiner Allmachtshand
    Allein ein fruchtbar gutes Land
    In unsern Herzen zubereiten.


Besetzung   Soli: S A T B, Coro: S A T B, Tromba, Flauto traverso, Oboe, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit   13. Februar 1724
Text   unbekannter Dichter
Anlass   Sexagesimae
Diskussion   Aryeh Oron Julian Mincham

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