BWV 139   Wohl dem, der sich auf seinen Gott
1. Coro
Oboe d'amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
  Wohl dem, der sich auf seinen Gott
Recht kindlich kann verlassen!
Den mag gleich Sünde, Welt und Tod
Und alle Teufel hassen,
So bleibt er dennoch wohlvergnügt,
Wenn er nur Gott zum Freunde kriegt.
2. Aria T
Violino I concertante, Continuo
  Gott ist mein Freund; was hilft das Toben,
So wider mich ein Feind erhoben!
Ich bin getrost bei Neid und Hass.
    Ja, redet nur die Wahrheit spärlich,
    Seid immer falsch, was tut mir das?
    Ihr Spötter seid mir ungefährlich.
3. Recitativo A
Continuo
  Der Heiland sendet ja die Seinen
Recht mitten in der Wölfe Wut.
Um ihn hat sich der Bösen Rotte
Zum Schaden und zum Spotte
Mit List gestellt;
Doch da sein Mund so weisen Ausspruch tut,
So schützt er mich auch vor der Welt.
4. Aria B
Oboe d'amore II, Violino, Continuo
  Das Unglück schlägt auf allen Seiten
Um mich ein zentnerschweres Band.
Doch plötzlich erscheinet die helfende Hand.
Mir scheint des Trostes Licht von weiten;
Da lern ich erst, dass Gott allein
Der Menschen bester Freund muss sein.
5. Recitativo S
Violino I/II, Viola, Continuo
  Ja, trag ich gleich den größten Feind in mir,
Die schwere Last der Sünden,
Mein Heiland lässt mich Ruhe finden.
Ich gebe Gott, was Gottes ist,
Das Innerste der Seelen.
Will er sie nun erwählen,
So weicht der Sünden Schuld, so fällt des Satans List.
6. Choral
Oboe d'amore I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll' Alto, Viola col Tenore, Continuo
  Dahero Trotz der Höllen Heer!
Trotz auch des Todes Rachen!
Trotz aller Welt! mich kann nicht mehr
Ihr Pochen traurig machen!
Gott ist mein Schutz, mein Hilf und Rat;
Wohl dem, der Gott zum Freunde hat!


Besetzung   Soli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe d'amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit   12. November 1724
Text   1,6: Johann Christoph Rüben 1692; 2-5: Umdichtung eines unbekannten Bearbeiters
Anlass   23. Sonntag nach Trinitatis
Diskussion   Aryeh Oron Julian Mincham

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